1. Bundesliga
13. - 15. Februar 2009

Softwaregigant vs. Pillendreher

Ein Systemabsturz.

Spiel 18: Daheim vs. Cottbus (Hin)
Spiel 19: Auswärts vs. Gladbach (Hin)
Spiel 20: Daheim vs. L'kusen (Hin)
Spiel 21: Auswärts vs. Stuttgart (Hin)
Spiel 22: Auswärts vs. Dortmund (Hin)
Spiel 23: Daheim vs. Bremen (Hin)
Spiel 24: Auswärts vs. Frankfurt (Hin)
Spiel 25: Daheim vs. Hannover (Hin)
Spiel 26: Auswärts vs. Hamburg (Hin)
Spiel 27: Daheim vs. Bochum (Hin)
Spiel 28: Auswärts vs. Karlsruhe (Hin)
Spiel 29: Daheim vs. Berlin (Hin)
Spiel 30: Auswärts vs. Wolfsburg (Hin)
Spiel 31: Daheim vs. Köln (Hin)
Spiel 32: Auswärts vs. Bielefeld (Hin)
Spiel 33: Daheim vs. München (Hin)
Spiel 34: Auswärts vs. Schalke (Hin)

Das Feld war bereitet.
Zwei offensiv ausgerichtete Mannschaften, die nicht verlieren durften.
Ein Freitag Abend perfekt dazu da, die Arbeitswoche mit einigen Bieren und Fußball hinter sich zu lassen.

Klar, die Temperaturen entsprechen denen eines Februars der letzten 150 Jahre (eben seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen) und das Geläuf war tief und feucht (!) - Alle Vorzeichen standen also auf Geschwindigkeit und Intensität, nicht auf Schöngeist und Raffinesse.
Sei's drum, Fußball ist Männersport. Voller Erwartung erklommen wir den Berg, der über eine Autobahn führt. Proper kommt’s daher, das neue Stadion, strahlend weiß und hell erleuchtet. Bundesligafußball auf dem OP-Tisch des zeitgemäßen Event-Marketings. Und dann, ein Gedanke unter vielen: Nach 20 Minuten steht es 0:2 für Leverkusen. Als VfB-Fan hat man das bereits unzählige Male erlebt.

Ein perfekter Tag, kein perfektes Spiel. Mit ein Grund, warum dein Verein zwar immer wieder, aber eben nie permanent an der Höhenluft der Tabelle schnuppert.
Im Stadion. Steile Ränge. Gute Sicht trotz Schneetreibens. Der Lärm, ohrenbetäubend. Aus den Lautsprechern dröhnt es unentwegt, bis die Mannschaften auf den Platz kommen. Badener Lied, Hoffe Hymne, beides unerträglich dämlich (Entschuldigung: laut natürlich). Man sehnt sich eben nicht nur aufgrund der Verkehrssituation um das neue Stadion zurück nach Mannheim.

Die wesentlichen Geschehnisse auf dem Rasen sind bekannt. Deshalb zu den Randerscheinungen: Das Timo erneut keine Sicherheit ausstrahlte, an zwei Gegentoren beteiligt war, von dem das erste irregulär war – Wurschtsupp’. Timo wird noch ein sicherer Rückhalt der TSG werden, sobald die Abwehr wieder Grundzüge ordentlichen Abwehrverhaltens zeigt. Nebensächlich Interessant auch, dass Isaac Vorsah als Manndecker der Abwehr zumindest ein Stück Erleuchtung schenkte, was es heißt Abwehr zu sein: Laufen, Grätschen, Köpfen, Bälle weit und hoch schlagen. Ein Lichtblick, (vielleicht ein Modell für den Rest der Saison) der für den nicht bundesligatauglichen Nilsson in der zweiten Hälfte auflief.

Apropos bundesligatauglich: Das waren die Fans gestern definitiv nicht. Jede Mannschaft hat mal einen schlechten Tag. Wenn sie dabei noch auf einen so gut organisierten Gegner trifft, ballsicher und konterstark, wird’s schwer. Es war die Premiere in den Heimspielen der TSG, dass ein Mittelfeld des Gegners permanent überzahl in Ballnähe erzeugte und mit Einsatz, Zweikampfstärke und Laufbereitschaft Kombinationsspiel unterband. Gestern war die TSG chancenlos. Man kann ihr aber nicht absprechen, das Spiel nach dem 1:3 wenigstens ordentlich zu Ende gespielt zu haben. Und was war mit den Fans in der Bitburger Kurve? Anwesenheit 100%. Mehr nicht. Die Fanblocks mancher Vereine quittieren so die Leistung ihrer Mannschaft, meistens mit dem Rücken zum grün. Soll es das gewesen sein? Boykott, wegen der ersten Heimniederlage der Saison? Wohl eher nicht. Eher Phlegma angesichts der Hilflosigkeit der Mannschaft. Ein Trauerspiel. Nicht auszudenken was passiert, wenn das Fußballmärchen zu Ende geht und Hoffenheim nur um die Ränge 7 – 12 spielt – dann wohl leider wieder vor (gefühlten) 6500 Zuschauern.

Aber dess hoffe mer mool nedd...

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