1. Bundesliga
7. - 9. August 2009

Die Ignoranz der Evidenz

Die Fragen nach der Antwort

Spiel 1: Daheim vs. München (Rück)
Spiel 2: Auswärts vs. Leverkusen (Rück)
Spiel 3: Daheim vs. Schalke (Rück)
Spiel 4: Auswärts vs. Hannover (Rück)
Spiel 5: Daheim vs. Bochum (Rück)
Spiel 6: Auswärts vs. M'gladbach (Rück)
Spiel 7: Daheim vs. Berlin (Rück)
Spiel 8: Auswärts vs. Mainz (Rück)
Spiel 9: Auswärts vs. Bremen (Rück)
Spiel 10: Daheim vs. Nürnberg (Rück)
Spiel 11: Auswärts vs. Freiburg (Rück)
Spiel 12: Daheim vs. Wolfsburg (Rück)
Spiel 13: Auswärts vs. Köln (Rück)
Spiel 14: Daheim vs. Dortmund (Rück)
Spiel 15: Auswärts vs. Hamburg (Rück)
Spiel 16: Daheim vs. Frankfurt (Rück)
Spiel 17: Auswärtsvs. Stuttgart (Rück)

 

Saison 2008/2009 (1. Liga)
Saison 2007/2008 (2. Liga)

Mehr Tore erzielt als der Gegner und trotzdem nicht gewonnen - so einfach und bitter lässt sich das 1. Spiel in Saison 2 zusammenfassen. Wie bereits in der letzten Saison endete das Spiel ohne Sieger, doch war es vor wenigen Monaten noch ein gefühlter Sieg, war es diesmal nichts weiter als das, was es war: ein Unentschieden.

Dabei hatte alles so schön begonnen:

Hoffenheim setzte Bayern von Anfang an unter Druck. Das Spiel war den Münchnern zu schnell. Mit zahlreiche kleinen Fouls versuchten sie, den Spielfluss immer und immer wieder zu unterbrechen. Leider ließ sie der Schiedsrichter gewähren. Es ist an sich ja löblich, dass der Unparteiische sich nicht mit virtuosem Kartenspiel in Szene setzen will (obwohl das "Doppelgelb" aus der letztjährigen Zweitligasaison schon was für sich hatte) oder sich selbst zu sehr unter Druck setzt, dennoch hätte man sich in der ein oder anderen Szene mehr Vehemenz und Konsequenz gewünscht - insbesondere in der 12. Minute - und das war nicht der Schultercrosscheck des Kapitäns der Bayern gegen Vorsah, es war eine Szene, die, hätte sie 30 Spieltage später stattgefunden, gewiss mit dem Attribut "meisterschaftsentscheidend" versehen worden wäre:

Freistoß Salihovic, Kopfball Simunic, der Keeper der Bayern, der schon mit beiden beiden hinter der Linie steht, greift hinter sich und schlägt den sich noch in der Luft befindlichen Ball nach vorne, die Fahne des Linienrichters aka Schiedsrichter-Assistenten, in dem Falle besser: -praktikanten, blieb trotz freier Sicht aufs Tor unten. Für die einen ein Rätsel, für den Fachmann ein Skandal, für die Mannschaft dankenswerterweise kein Grund auszuflippen.

Sie spielte weiter ihr schnelles, flexibles und sicheres Kombinationsspiel nach vorne. Dabei gab es auch einisge Chancen, aber der Erfolg blieb aus. Anders bei den Bayern: Als sie das 1. Mal im Spielaufbau nicht gestört wurden, sie das 1. Mal den Ball in ihren Reihen ungestört laufen lassen konnten, als sie im Grunde das 1. Mal gefährlich vor Hildebrandt auftauchten, da pfiff der Schiedsrichter auch das 1. Mal Tor.

Das war sehr ärgerlich. Verwunderlich hingegen dann die Reaktion unserer Mannschaft. Sie schaltete sofort mindestens drei Gänge zurück. Auf einmal hatte das Spiel was von Ribbeck und nichts mehr von Rangnick. Hatte sie etwa Angst vor den Bayern? Das musste man an diesem Spieltag nicht haben. Und das nicht nur, weil sie ohne vermeintliche Superstars aufliefen, bei uns fehlten mit Gustavo und Ba ebenfalls wichtige Spieler, sondern weil Bayern riesigen Respekt hatte. Nach dem Tor änderte sich das leider ...

In der zweiten Halbzeit setzte sich das fort und paarte sich mit Kräfteverschleiß. Zum Glück waren die Bayern an diesem Abend aber auch nicht mehr das, was sie (wann eigentlich) mal waren und so endete das Spiel un-, aber leistungsgerecht 1:1, denn kurz vor der Halbzeit blitzte die Hoffenheimer Spielkunst ("ars ludens hoffenheimensis"?) noch einmal auf: ein langer Ball aus der Abwehr auf Weiß, der von der Seitenlinie schön über zwei Abwehrspieler der Bayern direkt auf Ibisevic flankte, der auf Obasi ablegte, der das tat, was er nur noch tun musste: den Ball ins Tor schießen/schieben.

Das wäre unser Vorschlag fürs Training nächste Woche, vor allem erneute für Eduardo und auch Salihovic: Schüsse aufs Tor auch außerhalb des Strafraums und einfach nur so, ohne dass man zuvor sechs gegnerische Spieler hat um- und/oder ausspielen wollen.

Das war es also dann: das erste Spiel der Saion. Ein Unentschieden - und irgendwie ist man es selbst, denn:

Waren die Bayern so gut, dass nicht mehr drin war?
Waren die Bayern schlecht und bei uns war nicht mehr drin?
Wann wird Maicosuel von Anfang an spielen?

Es gibt nstürlich noch eine ganz andere Frage: Wie ging das Spiel wirklich aus? Diese Frage beantwortete der Bayern-Gast des Akademikerfanclubs in seinem Blog.

Und dann erreichte uns ein weiterer Gastbeitrag, den Sie hier lesen können.

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